Unsere Vision
Die Energiewende rückt die Technologie der Luft-/Wasser-Wärmepumpe in den Fokus der Betrachtungen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit in Kombination mit niedrigen Außenlufttemperaturen kommt es zur Vereisung am Luft-/Kältemittel-Wärmeübertrager (Verdampfer). Die sich bildenden Eisschichten erhöhen den Druckverlust und verringern damit die Effizienz der Wärmepumpe, der Bedarf an elektrischer Energie zur Bereitstellung der Wärme erhöht sich.
Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, Möglichkeiten zur Verringerung der Vereisung zu entwickeln, die nach Projektende schnell in Produkte überführt werden können. Inhaltlich sollen hierbei zwei Wege beschritten werden. Der erste Weg umfasst die Oberflächengestaltung des Verdampfers, um die Eisbildung zu verzögern und das Abtauen zu beschleunigen. Im zweiten Schritt wird ein aktives System auf Basis piezoelektrisch erzeugter Plattenwellen entwickelt. Dieses aktive Enteisungssystem soll gleichzeitig zur Detektion der aufwachsenden Eisschichten genutzt werden. Nach Vorarbeiten an kleinen Laborproben und Analysen am Verdampfer steht die Integration in die Wärmepumpe im Fokus. Ziel aller Analysen ist es, den energetischen Mehraufwand zur Abtauung des Verdampfers zu minimieren und somit den COP-Wert der Wärmepumpe zu steigern. Die Analysen werden durch ein umfangreiches Digitalisierungspaket unterstützt.
Insgesamt wurden 9 Arbeitspakete für die Projektlaufzeit von drei Jahren (01/2024-12/2026) definiert.
Ansprechpartner:
TU Dresden / Institut für Werkstoffwissenschaft
Dr.-Ing. Sabine Apelt
Tel.: +49 (0) 351 463-34895
sabine.apelt@tu-dresden.de
TU Dresden / Institut für Energietechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. J. Seifert
Tel.: +49 (0) 351 463-34909
joachim.seifert@tu-dresden.de